SMS Statellitentelefon: Mit schwerbepackten Rucksäcken erklimmen wir den West Col und erreichen das 6150m hoch gelegene Camp I. Nun ist Schnee schmelzen angesagt und so rasch wie möglich in den warmen Schlafsack. Nach einer kalten Nacht werden wir von der Sonne geweckt und machen uns auf den Abstieg. Camp I ist eröffnet!
Nepal-Expedition Baruntse (7'129m) & Ama Dablam (6'812m) 2014
Donnerstag, 1. Januar 2015
30.10.14 Bernhard im Camp ll auf 6500m
Sidi richtet am 29.10. zusammen mit Bernhard ein Zelt in Camp II ein. Der Schlaf auf knapp 6500m wird durch die dünne Luft und starken Windböen regelmässig unterbrochen. Als endlich die Sonne kommt, geht's zur Erholung (und zum Wäsche waschen) zurück ins Base Camp. Nun Beratung über beste Gipfelstrategie.
31.10.14 Materialtransport zum West Col
Heute Morgen holten wir erstmals die Wettervorhersage über Meteotest. Danach war ein Materialtransport angesagt. Am Fusse des West Col deponierten wir unsere Lasten, da wir keine Chance hatten, das Camp l zu erreichen. Durch eine grössere Expedition waren die Fixseile lange belegt! Unser Sirdar war schon früher aufgebrochen, da er Zelte im Camp l und ll neu fixieren musste, die vom Wind arg strapaziert wurden.
01.11.14 Ruhetag im Baruntse Base Camp
Ruhetag im Base Camp. Bisher hat es in dieser Saison noch niemand auf den Gipfel geschafft. Zu viel Wühlarbeit im Schnee am Grat, fehlende Absicherungen, zu viel Wind - viele Teams haben aufgegeben! Morgen starten wir unseren Gipfelversuch und hoffen, am 04.11. oben zu stehen!
02.11.14 Alle Strapazis im Camp l
Ganzes Team im Camp 1 auf 6150m angekommen. Sind geknüttelt und gehen vor 19 Uhr in die Penntüte. Erfreuen uns am vielfältigen Freeze Dried Food - im Ranking weit hinter Spam und Porridge. Das Beste ist jeweils die Menübezeichnung, echt Strapazi!
04.11.14 Zwei Strapazis erreichen den 7152m hohen Baruntse
Heute um 13.15 Uhr haben zwei Members aus dem Strapazi-Team und der unermüdliche Sidi den Gipfel des 7152 m hohen Baruntse erreicht. Tiefer Schnee hat diesen Erfolg fast unmöglich erscheinen lassen. Die 3 haben es dennoch geschafft und standen als bisher erste Expedition oben!
Bernhard und Ursina sind die beiden Gipfelstürmer!!!
Laut Meteotest ist der 04.11. der ideale Gipfeltag (Abschwächung Jetstream). Um 05.30 Uhr starten Bernhard und Ursina zusammen mit Sidi vom High Camp Richtung Gipfel. Die anderen Strapazis sind leider aufgrund diverser gesundheitlicher Probleme nicht am Start. Bei besten Bedingungen (insbesondere moderatem Wind) und toller Fernsicht (insbesondere auf Makalu) kann das Gipfelteam den 7000er Baruntse (7'152m) über luftige Grate und ausgesetzte Flanken erfolgreich besteigen.
05.11.14 Abbau der Hochlager und Rücktransport des Materials ins Base Camp
Nach dem Gipfelsturm müssen Camp II (6'500m) und Camp I (6'150m) wieder abgebaut werden. Sämtliches Material muss abseilend über den steilen West Col zurück ins Base Camp geschafft werden.
06.11.14 Erholung im Base Camp
Mit einem gemütlichen Tag im Baruntse Base Camp kurieren wir die kleinen Höhenprobleme aus. Das Spannendste ist wohl das Packen für die nächste Etappe. Leider verabschieden wir heute noch die bewährte Cooking-Crew, die uns meist "klassisch" englisch bekocht hat.
07.11.14 12-stündiger Trek über den Amphulapcha Pass (5820m) nach Chhukhung
Monster Etappe vom Baruntse Base Camp über den Amphulapcha Pass (5820m) nach Chhukhung im Khumbu.12 Stunden über Gletschermoränen, vorbei an pittoresken Seen. Toni auf Antibiotikum, Daria mit hartnäckiger Erkältung. Der Aufstieg über den wilden Gletscher und die Aussicht vom Pass waren genial. Der Abstieg war, speziell für unsere Träger ohne Steigeisen, recht anspruchsvoll. Im Mondlicht erreichten wir die lang ersehnte Lodge und gaben dem Koch nochmals tüchtig Arbeit.
08.11.14 Kurzer Marsch nach Pangboche
Nach der gestrigen Etappe geniessen wir die kurze Strecke nach Pangboche. Mit jedem Schritt wird die Luft dicker. 4000m kommt uns vor wie am Strand!
09.11.14 Puja-Zeremonie vor dem Aufbruch ins Ama Dablam Base Camp
Puja-Zeremonie beim Lama Geshe in Pangboche. Wir erleben Buddhismus pur, sehr eindrucksvoll! Ursina und Daria bleiben im Dorf und gehen auf ein ca. 5-tägiges Trekking, die Anderen steigen ins Ama Dablam Base Camp auf.
10.11.14 Im Base Camp Infos zur Gipfelbesteigung sammeln
Heute gilt es, das riesen Ama Dablam Base Camp auszukundschaften und Informationen zur Gipfelbesteigung zu sammeln: Denn oberhalb von Camp lll besteht ein Problem, das noch niemand gewagt hat anzugehen. Bevor der Berg ruft, erholen wir uns im "warmen" Klima.
11.11.14 Alle Strapazi-Männer im Camp l
Aufstieg ins Camp l auf 5800m, Ankunft bei Sonnenuntergang. Zeltboden ist wie eine Massagematte, wird eine entspannte Nacht zu dritt im Zelt. Morgen recken Richtung Camp lll, Singelpush vom Camp l auf den Gipfel ist am 13.11. geplant. Drückt uns die Daumen!
Ursina und Daria:
Konnten heute Sherpaland in fast unberührter Gegend geniessen bevor unser Weg in die Hauptroute einbog! Die Gegend um Gokyo fasziniert uns mit den türkisblauen Seen und der Sicht zum Cho Oyu.
Ursina und Daria:
Konnten heute Sherpaland in fast unberührter Gegend geniessen bevor unser Weg in die Hauptroute einbog! Die Gegend um Gokyo fasziniert uns mit den türkisblauen Seen und der Sicht zum Cho Oyu.
12.11.14 Morgen geht's los!
Haben heute die Route ins Camp ll ausgecheckt, sieht gut aus. Maurizzio Follini trafen wir ebenfalls, er startete gestern vom Camp l und machte den Gipfel - die Route sei in gutem Zustand. Wir sind guten Mutes, der Wecker klingelt um 3 Uhr!
Ursina und Daria:
Vor dem Morgenessen Aufstieg auf den Gokyo Ri. Sagenhafte Aussicht auf die umliegenden 8000er und die Seen- und Moränenlandschaft. Später abenteuerliche Querung nach Dragnag. Neuer Weg verpasst, wir versuchen unser Glück auf alten Pfaden. Drei Stunden, unzählige Moränenhügel, Gletscherseen und drei nasse Schuhe später haben wir es geschafft. Wir drücken den Jungs morgen die Daumen!
Ursina und Daria:
Vor dem Morgenessen Aufstieg auf den Gokyo Ri. Sagenhafte Aussicht auf die umliegenden 8000er und die Seen- und Moränenlandschaft. Später abenteuerliche Querung nach Dragnag. Neuer Weg verpasst, wir versuchen unser Glück auf alten Pfaden. Drei Stunden, unzählige Moränenhügel, Gletscherseen und drei nasse Schuhe später haben wir es geschafft. Wir drücken den Jungs morgen die Daumen!
13.11.14 Gipfelerfolg an der Ama Dablam (6814m) für ALLE Strapazi-Männer!!!
Lange Tour ab Camp l, wir sind kaputt. Aber ja, um 11.30 Uhr standen wir alle auf dem Gipfel! Was für ein Moment! Der Rush blieb aus, wir und ein Pole waren die einzigen Summiters. Morgen lockerer Abstieg ins Base Camp, wir freuen uns auf Dusche und Bier!
Ursina und Daria:
Cho La Pass weniger schwierig als befürchtet! Beim Abstieg immer die Ama Dablam vor uns und damit unsere Gedanken bei den Jungs! Etappenziel heute ist Dughla, auf der Everest Base Camp Hauptroute.
14.11.14 Abbau Camp l und Abstieg ins Base Camp
Heute Abbruch Camp l und Abstieg zurück ins Base Camp. Dort herzlicher Empfang durch Base-Camp-Crew, welche unsere Besteigung live per Fernglas mitverfolgen konnte.
15.11.14 Ausruhen und zusammenpacken im Ama Dablam Base Camp
Rast-, Wasch- und Packtag im Ama Dablam Base Camp. Ab morgen sind wir wieder mit den Girls unterwegs nach Namche Bazar.
16.11.14 Letzte Mitteilung - die Berichterstattung ist nun offiziell beendet!
Team beim Bier: Wir sind in Namche Bazar angekommen. Ein langer Wandertag liegt hinter uns und so auch beinahe Kollisionen mit Yak-Schwertransportern. Auch der grösste Bauch ist voll geworden, wir geniessen die Wärme in der Lodge. In zwei Tagen fliegen wir von Lukla nach Kathmandu. Mit dieser Mitteilung stellen wir offiziell die Berichterstattung ein. Bis bald!
Mittwoch, 29. Oktober 2014
27.10.14 Ruhetag mit Puja-Zeremonie im Baruntse Base Camp
Ruhetag bei strahlend schönem Wetter im Baruntse Base Camp. Puja zur Beschwörung der Götter, danach Wäsche waschen und duschen. Bernhard macht am Nachmittag eine Erkundungstour, der Rest der Gruppe entspannt bei super Panorama und Seesicht. Erkältungsviren wird zu Leibe gerückt und Kräfte gesammelt.
26.10.14 Ankunft im Baruntse Base Camp
Sonntagswanderung entlang imposanten Moränen zum Baruntse Base Camp, welches an einem Gletschersee liegt. Den Nachmittag verbrachten wir mit Zeltplatz freischaufeln, es liegen ca. 30cm Schnee. Morgen Rasttag, Toni und Daria etwas erkältet. Tee trinken und gesund werden ist die Strategie!
Samstag, 25. Oktober 2014
25.10.14 Hunku Valley
Gut erhohlt starteten wir vom "tief" gelegenen Kongme Dingma Camp. Während wir uns am Mittag noch sonnten, wurde es im nächsten Camp garstig bis die Zelte standen und wir uns in die Schlafsäcke verkriechen konnten.
24.10.14 Gipfelerfolg am Mera Peak für Team B
Team B:
Toni und Urs steigen bis zum Mera High Camp auf. Stephan, Benedikt und Albin besteigen den Mera Peak vom Base Camp aus - echte Strapazis! Abstieg ins Hunku Valley. Die Strapazis sind nun wieder vereint. Baruntse wir kommen!
Donnerstag, 23. Oktober 2014
23.10.14 Gipfelerfolg am Mera Peak (6478m)
Team A:
Tagwach um halb 5. Frühstück wird ans Zelt serviert. Kurz vor 6 starten wir, begleitet von einer atemberaubenden Morgenstimmung, vom Mera High Camp. Die Aussicht wird mit jedem Höhenmeter besser, Fotopausen mehren sich - nicht bloss wegen dem prominenten Panorama! Die Luft wird dünner, die Schritte langsamer und der Atem schneller. Kurz nach 9 stehen wir auf dem Mera Peak (6478m). Super Wetter, windstill, angenehm warm - Glücksgefühle pur!
22.10.14 Team A im Mera High Camp auf 5780m, Team B absolviert Auffrischungskurs
Team A:
Nach kalter Nacht geht's heute zum Mera High Camp auf 5780m. Bei bester Fernsicht bietet der kurze Aufstieg grandiose Aussicht auf die 8000er Cho Oyu, Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenzöngna. Unser Camp ist spektakulär am Rande eines Gletscherabbruchs gelegen.
Team B:
Auffrischungskurs in Seiltechnik am sonnigen Gletscherrand. Nuschli wartete ungeduldig mit der Nudelsuppe auf unsere Rückkehr.
Mittwoch, 22. Oktober 2014
21.10.14 Team A im Mera La Camp auf 5350m, Team B macht Wellness-Tag
Team A:
Die hohen Berge nennt man auch Kopfweh-Berge. Die Hälfte vom Team ist davon betroffen (Team B). Die anderen (Team A) sind zum Mera La (5350m) aufgestiegen und erleben da, wie die Schneeflocken auf die Zelte rieseln. Wir sind umzingelt von fantastischen Bergen.
Team B:
Wohlfühl-Tag mit Dusche und morgendlichem Sonnentanken und Teetrinken im Khare Camp. Akklimatisation macht Fortschritte, O2-Sättigung steigt.
20.10.14 Aufteilung in 2 Teams
Wetter optimal. Neu 2 Teams.
Team A: Bernhard, Toni, Daria, Ursina und Stephan.
Team B: Albin, Benedikt und Urs.
A geht nach Plan. B bleibt im Khare Camp zur Akklimatisation.
Montag, 20. Oktober 2014
19.10.14 Akklimatisation auf 5000m
Gemütliches Trekking bis Khare Camp auf 5000m. Ein letztes Mal 2er Zimmer in der Lodge, wir bleiben hier 2 Tage zur Akklimatisation. Grandiose Sicht auf die wilden Gipfel um uns. Gestern gab es wenig Neuschnee, alles ist frisch verzuckert. Die Kameras laufen heiss!:-)
Sonntag, 19. Oktober 2014
18.10.14 Puja-Zeremonie
In 4 Std dem Flusslauf des Inkhu entlang nach Tangnag. Tagesablauf: 6:30 morning tea, 7:00 English breakfast, Abmarsch um 8:00 und nach 2 Stunden lange Mittagspause! In Felsgompa Puja-Zeremonie für gutes Gelingen der Expedition zelebriert. In luftiger Lodge einquartiert. Teatime, Nachtessen – Erholung.
Freitag, 17. Oktober 2014
17.10.14 Trek nach Tashing
In einem 4h Trek geht's durch märchenhaftes Waldgebiet weiter abwärts ins
idyllische, direkt am Fluss gelegene Tashing. Unterwegs höhenkranker
Trekker spektakulär von Heli evakuiert. Im komfortabel eingerichteten
Camp ist Waschen und Wäschewaschen angesagt.
idyllische, direkt am Fluss gelegene Tashing. Unterwegs höhenkranker
Trekker spektakulär von Heli evakuiert. Im komfortabel eingerichteten
Camp ist Waschen und Wäschewaschen angesagt.
16.10.14 Thuli Kharka - erste Nacht auf über 4000m
Hammer Wetter, Bernhards Fluggepäck noch nicht angekommen. Aufstieg
zum Zatr-La im Schnee, gut gespurt. Oben am Pass sind wir in den
Wolken. Kurzer Abstieg nach Thuli Kharka. Wir werden verwöhnt von den
Nepalis - Food ist gut - es stimmt einfach. Erste Nacht auf über
4000m. Alle gut drauf!
zum Zatr-La im Schnee, gut gespurt. Oben am Pass sind wir in den
Wolken. Kurzer Abstieg nach Thuli Kharka. Wir werden verwöhnt von den
Nepalis - Food ist gut - es stimmt einfach. Erste Nacht auf über
4000m. Alle gut drauf!
15.10.14 Flug nach Lukla
Regen hat aufgehört, Nebel, dann schön. Um 6 Uhr am Flughafen, nach
Mittag im Flieger, endlich! Trek durch mosigen Wald nach Chutanga.
Neblig und feucht, aber in Lodge gemütlich und warm. Erste Nacht ohne
Gepäck, zum Glück jedoch mit Schlafsack.
Mittag im Flieger, endlich! Trek durch mosigen Wald nach Chutanga.
Neblig und feucht, aber in Lodge gemütlich und warm. Erste Nacht ohne
Gepäck, zum Glück jedoch mit Schlafsack.
Dienstag, 14. Oktober 2014
14.10.14 Kathmandu
Wir sind gut in Kathmandu angekommen. Heute stellen wir die Packung zusammen und besorgen die letzten Sachen in der Stadt. Im Ministey of Tourism holen wir mit Toni, unserem Expedition Leader, die Expedition-Permits ab. Das Wetter zeigt sich von der schlechtesten Seite: Ganzer Tag strömender Regen. Morgen soll es aber besser werden. Das passt: Um 0600h geht's los per Flugzeug Richtung Lukla.
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